Internet of Things (IoT)

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Drive-Now, Pokemon Go und Bewegungsprofile

Experte
Kunden, Datenschutz und der staatliche Druck auf Unternehmen diese Daten herauszugeben sind ein stetiges Thema in den Medien und der öffentlichen Diskussion um IoT und Cloud. Allerdings muss man sich als Kunde inzwischen nicht nur über Microsoft, Google, Apple und Amazon Gedanken machen sondern auch um alle anderen Firmen.

BMW hat dem Kölner Landgericht Daten des Drive-Now Systems geliefert, mit denen ein Bewegungsprofil des Fahrzeugführers erstellt werden konnte. Es ging dabei um einen BWL Studenten, der wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde, nachdem er einen Radfahrer überfahren hatte. Anhand der Daten konnten die gefahrene Geschwindigkeit, die Wegstrecke und weitere informationen wie z.B. die Außentemperatur rekonstruiert werden.

Das erstellen und speichern von Bewegungsprofilen ist in Deutschland unzulässig, Fragen warum man diese Daten hat wollte BMW nicht beantworten.

Hat sich eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, dass Nintendo mit Pokemon Go, nicht nur Bewegungsprofile erstellen kann, sondern sogar Personen bewußt an bestimmte Orte lenken kann!

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Es gibt 3 Antworten

von Luca Zimmermann | 22. Juli 2016, 10:14
von Luca Zimmermann | 22. Juli 2016, 10:16
Offenbar behauptet BMW sie würden solche Daten gar nicht speichern und können nicht erklären woher sie die Daten hatten, die sie dem Gericht gegeben haben.
Marc-David Militz
Experte
von Marc-David Militz | 25. Juli 2016, 12:37
Nachdem BMW sich zuerst weigerte etwas zu der Sache zu sagen, hat man sich nun doch zu einem Statement durchgerungen. Die Daten stammten wohl aus einem sog. "Car-Sharing-Modul" das "nur" in die, für das Car Sharing vorgesehenen, Fahrzeuge verbaut wird. Man würde diese Daten nur in Ausnamefällen, wie jetzt diesem, abrufen und auch die Verknüpfung mit den Daten von Drive-Now hätte durch das Gericht stattgefunden.
Na dann müssen wir uns ja keine Sorgen mehr machen!