Digitalisierung

In der Digitalisierung müssen Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter mit dem richtigen Wissen und Mindsets auf die entsprechenden Rollen und Aufgaben angepaßt oder aufgebaut werden.

Remote Working: Effiziente, digitale Zusammenarbeit für mobiles Arbeiten und Homeoffice hat einige grundlegende Voraussetzungen

Experte
Mehr als 200 Millionen Menschen haben in Folge der COVID-19 Krise in China gegen Ende der chinesischen Neujahrsferien im Homeoffice gearbeitet. Über einige Schlüsselerfahrungen zum effizienten Remote Working berichten die McKinsey Partner Bick/Yu/Chang/Wei Wang: A blueprint für remote working: Lessons from China:

Richtig gemacht kann Remote Working die Produktivität und den Teamgeist steigern, schlecht gemacht kann es hohe Ineffizienz, Irritationen und Unklarheiten erzeugen, Arbeitsbeziehungen beschädigen und Mitarbeiter demotivieren.

Einige Schlüsselerfahrungen lauten:

I. Der Zweck, die Ziele, Kommunikations- und Entscheidungswege der digitalen Zusammenarbeit sind klar zu kommunizieren und konkret gemeinsam zu erarbeiten. Jeder sollte ein klares Verständnis über die Struktur und Nutzungsmöglichkeiten (User Stories) des neuen Arbeitssystems haben.

II. Zu definieren "WIE man kommunizieren soll" ist genauso wichtig wie das "WAS"!

III. Es stehen für Kommunikation, Task-Management, Videokonferenzen, virtual Classrooms, agile, digitale Management- und Produktentwicklungsworkshops, Dokumenten Sharing und gemeinsame Dokumentenentwicklung eine Vielzahl digitaler Tools zur Verfügung, die zum Teil untereinander integrierbar sind. Entsprechend der Teamziele und Arbeitsprozesse sind nicht nur die passenden Tools auszuwählen, sondern auch eindeutig zu definieren, welche Tools für welche Aufgaben genutzt werden sollen. Andernfalls wird sehr viel Arbeitszeit unnötig verloren.

So eignen sich beispielsweise Videokonferenzen um kompliziertere Themen in Echtzeit zu diskutieren und ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Eine Chat basierte Kollaborationssoftware erwies sich eher nützlich für schnelle Synchronisation oder leicht beantwortbare Fragen, währen E-Mails eher geeignet sind, um Ergebnisse schriftlich festzuhalten und formell zu kommunizieren. Backlog-Management-Tools können verwendet werden, um z.B. Aufgaben und Prozesse auf dem Laufenden zu halten.

IV. Für viele war die erneute Entwicklung von Routinen sehr hilfreich, sowohl persönliche als auch in der Zusammenarbeit mit Kollegen. Dies können z.B. regelmäßige Chats, virtual Meetings oder Besprechung eines gemeinsamen Kanbans sein. Einige Teams übernahmen agile Arbeitsformate im Sinne von täglichen oder wöchentlichen Check-Ins, Sprintplanungen und Review-Sitzungen.

V. Die sozialen Beziehungen zu pflegen und emphatisch zu sein ist absolut wichtig für das Gelingen. Dies schützt vor ggf. erlebter Isolation, fehlender sozialer Kommunikation, Unterstützungsbedarf im Hinblick auf neue Arbeitsweisen und ggf. häuslicher Familiensituationen.

VI. Unerlässlich ist die klare Abstimmung von Arbeitsregeln, Arbeitsabläufen, Entscheidungs- und Eskalationsprozessen.

VII. Die technische Infrastruktur sollte belastbar funktionieren und die Nutzer ausreichend geschult sein, um sie effizient zu nutzen.

VIII. Die Sicherheitsanforderungen sollten eindeutig definiert, die Nutzer sensibilisiert und von den Nutzern einfach befolgt werden können.

IX. Eine "Test-Lern-Mentalität" ist erforderlich, um im Nutzerteam stressfrei Erfahrungen auszutauschen, Best Practice zu teilen und ggf. gemeinsam Probleme zu lösen.

Mehr dazu auch in meinen offenen und Inhouse Workshops sowie virtual Classroom Seminaren:

"Digital Team Leadership in der IT"
https://www.it-schulungen.com/seminare/digitalisierung/digital-team-leadership-in-der-it.html

oder
"Digital Transformation Manager"
https://www.it-schulungen.com/seminare/digitalisierung/digital-transformation-manager.html

oder in meinem Qualiero Artikel:
Interaktive, digitale Zusammenarbeit für agiles Teamwork, Home Office Managementteams und virtual Classroom Workshops mit “Online Realtime Whiteboards” ,

denn die Zusammenarbeit kann auch interaktiver und effizienter erfolgen auf der Basis von Vorlagen zu Arbeitsmethoden (z.B. Kanban, Business Model Canvas, Entscheidungsvorlagen für GF) und verfolgten Arbeitsmodellen (z.B. Scrum, Design Thinking, Lean Management, Lean Startup), auf der Basis von interaktiv, realtime und gemeinsam genutzten Whiteboards.

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Es gibt 2 Antworten

Andreas Dolle
Experte
von Andreas Dolle | 28. März 2020, 14:43
Hallo Albert, toller Beitrag! Vielen Dank dafür. Wir haben gerade bei uns dazu unser neues Buch veröffentlicht „Von null auf Home-Office – Masterplan für kollaboratives arbeiten von überall“ Schau mal hier: https://www.von-null-auf-homeoffice.de
Dir ein schönes Wochenende. Herzliche Grüße Andreas
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Andreas Dolle
Experte
von Andreas Dolle | 28. März 2020, 14:43
Hallo Albert, toller Beitrag! Vielen Dank dafür. Wir haben gerade bei uns dazu unser neues Buch veröffentlicht „Von null auf Home-Office – Masterplan für kollaboratives arbeiten von überall“ Schau mal hier: https://www.von-null-auf-homeoffice.de
Dir ein schönes Wochenende. Herzliche Grüße Andreas
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